Grundhaltung

Im Internat lernen die Kinder und Jugendlichen während ihres Aufenthalts ihre emotionalen und psychosozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln und zu vertiefen. Wir ermöglichen ihnen ihre eigenständige Persönlichkeit zu entfalten und zu festigen. Dabei begleiten wir die Kinder und Jugendlichen in der Auseinandersetzung mit ihren Stärken und Schwächen. Wir ermutigen sie, ihre individuellen Ziele zu benennen und unterstützen sie in deren Umsetzung. Sie fühlen sich im Schulinternat Heimgarten respektiert und erleben Wertschätzung, Verlässlichkeit und Wärme.

Ziel der sozialpädagogischen Arbeit ist es, die Kinder und Jugendlichen während ihres Aufenthaltes im Schulinternat Heimgarten zu fördern, zu stärken und sie zu befähigen, eine für sie adäquate Anschlusslösung zu finden, in der sie auch langfristig zu bestehen vermögen.

Angebot

Wir führen im Schulinternat Heimgarten 5 stationäre Wohngruppen in denen je 8 Kinder und Jugendliche mit ausgebildeten Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen zusammenleben.

1 Wohngruppe Mädchen
2 Wohngruppe Koedukativ (Geschlechter gemischt)
2 Wohngruppen Knaben
Einrichtung Die Wohngruppenhäuser sind mit identischem Grundriss gebaut. Jede Wohngruppe verfügt über ein eigenes freistehendes Haus mit Gartensitzplatz und einen grosszügig angelegten Asphaltplatz zum Spielen, umgeben von Gartenfläche und Wiesen. Jedes Kind oder jede/jeder Jugendliche bewohnt ein eigenes Zimmer.

Öffnungszeiten

Drei Wohngruppen (1 Knabenwohngruppe, 1 koedukative Wohngruppe sowie 1 Mädchenwohngruppe) sind während 365 Tagen im Jahr geöffnet.

Zwei Wohngruppen (1 Knabenwohngruppe sowie 1 koedukative Wohngruppe) sind ausschliesslich während der Schulwochen jeweils von Sonntag- bis Freitagabend geöffnet.

Pikettdienst während den Wochenenden und Ferien

Kinder und Jugendliche, die das Wochenende nicht zuhause verbringen können, werden in einer der drei Vollzeitwohngruppen durch das für sie zuständige Wohngruppenteam betreut.

In den Sport-, Frühlings-, Sommer- und Herbstferien führen wir jeweils ein einwöchiges, gruppenübergreifendes Ferienlager durch.

Ferienregelung

Die Ferien richten sich nach dem Ferienplan der Stadt Zürich.

Lageraktivitäten

Jede Wohngruppe führt pro Jahr ein Gruppenlager durch. Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen unterstützen zusätzlich die Schule mit ihrer Teilnahme am Skilager und an der Projektwoche.

Förderplanungskonzept

Während eines Aufenthalts im Schulinternat Heimgarten sind zahlreiche Personen an der Erziehung und Schulung eines Kindes oder einer/eines Jugendlichen beteiligt. Es ist für uns wesentlich, in dieser Zeit kurz-, mittel- und langfristige Entwicklungsziele für die Kinder und Jugendlichen zu formulieren. Gleichzeitig sichern gut strukturierte Abläufe, gegenseitige Absprachen und ein regelmässiger Austausch unter allen Beteiligten eine positive und vertrauensfördernde Zusammenarbeit

In unserem Förderplanungskonzept sind die Abläufe, die Verantwortlichkeiten, die Zuständigkeiten, die Arbeitsinstrumente, die Raster für die Ressourcen- und Problembeschreibungen für die Eintritts-, die Aufenthalts- und die Austrittsphase geregelt und festgehalten.

Freizeit

Im Freizeitbereich stehen den Kindern und Jugendlichen des Schulinternats Heimgarten ein Fussballplatz, der Pausenplatz sowie zusätzlich ein Asphaltplatz (zum Skaten, Fahrrad fahren), die Trauminsel (ein Platz der Ruhe und Besinnung mit Biotop und Feuerstelle), eine Bocciabahn, Tischtennistische, ein Trampolin sowie viel Grünflache und der nahe Wald zur Verfügung.

Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen bieten unseren Kindern und Jugendlichen wöchentliche Freizeitangebote an, wie: Biken, Volleyball, Basketball oder Fussball spielen. Die Kinder und Jugendlichen benutzen ausserdem externe Angebote, wie zum Beispiel Musikschule, Singunterricht, Reiten, Fussball- oder Basketballclubs, Tanzen. Im Mehrzwecksaal besteht die Möglichkeit zum Billardspielen.

Elternarbeit

Die Eltern oder Erziehungsberechtigten sind das wichtigste Bezugssystem für unsere Kinder und Jugendlichen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist durch Achtung und Respekt geprägt. Alle Erziehungsziele werden mit den Eltern zusammen besprochen und überprüft. An den halbjährlich stattfindenden Standortgesprächen beziehen wir die Wünsche und Vorstellungen der Eltern oder Erziehungsberechtigten so weit wie möglich in den Förderplanungsprozess und den daraus resultierenden Entwicklungsprozess ihrer Kinder mit ein.

Wir informieren die Eltern oder Erziehungsberechtigten regelmässig und pflegen wenn möglich einen persönlichen Austausch in Form von geplanten Standortgesprächen, Bezugspersonengesprächen und/oder Besuchen auf der Wohngruppe. Mindestens einmal im Jahr ge­staltet jede Wohngruppe einen Elternanlass. Mit diesen vielfältigen Kontakten zum Bezugssystem geben wir Einblick in unseren sozialpädagogischen Arbeitsalltag und sind überzeugt, dass sich das Kind oder der/die Jugendliche optimal weiterentwickeln kann, wenn es uns gelingt, eine gemeinsame Haltung zu verfolgen.

Aufenthaltsdauer

Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach den Bedürfnissen des Kindes und der/des Jugend­lichen sowie nach den Ressourcen und Möglichkeiten unserer Organisation. Die Reintegration steht dabei im Vordergrund.

In der Regel wird die Aufenthaltsdauer beim Eintritt bis zum Abschluss der Schulstufe festgelegt, angestrebt werden mindestens zwei Jahre. Die Aufenthaltsdauer wird mit einem speziellen Aufnahmevertrag geregelt. Grundlage für den Aufenthaltsverlauf ist unser Förderplanungskonzept.